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Knapper 2:1-Heimsieg gegen FC Bayern Alzenau

Die Hausherren traten mit der gleichen Formation an, die in Weidenhausen mit 3:0 gewonnen hatte. Die Gäste hatten kurzfristig Stürmer Dusan Crnomut vom Regionalligisten FSV Frankfurt verpflichtet, der entgegen des Spielberichtes statt der 19 die 20 trug. Der vor einer Woche geholte Nikola Duborija lief mit der 15 statt der 20 auf, was zu einem Nummernsalat und später zur Durchsage des falschen Torschützen führte.

Die Friedberger kamen im ersten Abschnitt nur schleppend ins Spiel, da Alzenau bissig und aggressiv auftrat, sich zahlreiche Eckbälle erspielte. Direkt nach dem Seitenwechsel ging TGF aber doch in Führung: Toni Reljic führte den Ball durch den Gästestrafraum, sein Schuss wurde auf der Linie geklärt und Torjäger Noah Michel traf im Nachsetzen per Abstauber zum 1:0 (47.). Alzenau ließ sich aber nicht beirren und hatte in der Folge seine beste Phase. Nach dem Ausgleich durch Crnomut, als Koob nach vorne abwehrte (68.), hatte Dubrorija gar die Führung der Bayern eine Minute später auf dem Fuß. Für den Friedberger Sieg musste letztlich ein Foulelfmeter herhalten. Nach einem Eckball wurde Demyan Imek umgerissen, daraufhin zeigte Heist auf den Punkt, die Gäste protestierten vehement gegen die Entscheidung des Unparteiischen. Michel verwandelte souverän zum Siegtreffer (79.). „Der Sieg war eine schwere Geburt“, sagte der Friedberger Trainer Enis Dzihic inmitten der Turbulenzen um die aufgebrochene Kabinentür.

Er unterbrach sein Statement, um dann später hinzuzufügen: „Ich wusste, dass es nicht einfach wird, da Alzenau ungeachtet der Tabelle eine gute Mannschaft hat. Das ganze Spiel war schleppend, da fehlte Dynamik und Zug zum Tor. Nach dem 1:1 war ich aber sicher, dass meine Jungs noch ein Tor machen. Der Rasen war hoch und trocken, das ist für spielerische Mannschaften schwer.“ Nächste Woche steht dann das absolute Topspiel der Hessenliga zwischen der Eintracht Frankfurt U21 und Türk Gücü Friedberg auf dem Spielplan. Angelo Barletta, der nun wieder seinen „alten“ Co-Trainer Dennis Bochow an seiner Seite hat, wollte hinterher keine Ausreden für die Niederlage und die angespannte Tabellenlage aufführen: Friedberg war cleverer, abgezockter. Wir haben ein paar Niederlagen zu viel. Das schmerzt sehr. Wir stehen in den kommenden Spielen unter Zugzwang, wenn wir nicht über Wochen oder gar Monate im Keller versinken wollen.“


Türk Gücü Friedberg: Koob; Eren, Saighani, Usic, Schorr - Henrich, Jost - Imek (90.+2 Dudda), Reljic (84. Mahmudov), Yikilmaz (67. Hayashi) - Michel. FC Bayern


Alzenau: Endres; Pancar, Topic, Milosevic, Bhatti - Wilke - Cetin (53. Hacker), Makey, Crnomut, Alexander (80. Seikel) - Duborija (88. Heinz).


Foto: Wetterauer Zeitung












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